Die Hanseaten hatten in die Saison 2009/2010 wieder große Ziele. Doch wie im Jahr zuvor kamen sie im ersten Spiel nicht über ein Remis hinaus, gegen den Aufsteiger FC Freiburg gab es nur ein 1:1. Die Mannschaft von Bruno Labbadia steigerte sich jedoch konsequent und stand nach vier Spielen auf dem ersten Tabellenplatz. Im Spitzenspiel am siebten Spieltag gegen den FC Bayern konnten die Hamburger den großen Rivalen aus dem Süden mit einem 1:0-Sieg noch auf Distanz halten.
Am Ende der Hinrunde lag Piotrs Team aber nach wechselhaften Leistungen bereits auf Rang vier, hinter Leverkusen, Schalke und Bayern. Nach dem starken Beginn nach der Winterpause bekam die Mannschaft in der Rückrunde zusehends Probleme und musste sich im Endresultat mit dem siebten Tabellenplatz zufrieden geben. Somit verpasste der HSV die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb.
Im DFB-Pokal war bereits in der zweiten Runde nach einer Niederlage beim VfL Osnabrück Endstation.
Mehr Motivation hatte der HSV in der Europa League, wo das Finale in der HSH-Nordbank-Arena ausgetragen wurde. Der große Traum vom Endspiel im eigenen Stadion platzte jedoch kurz vor dem Ziel. Im Halbfinale scheiterten die Hamburger knapp am FC Fulham. Nach einem torlosen Remis im Hinspiel unterlag Piotrs Mannschaft in Craven Cottage mit 1:2.
Piotr und sein Team starteten in der Saison 2008/2009 mit einem Remis gegen den FC Bayern in die Saison. Dabei bereitete er den Treffer von Paulo Guerrero vor und verwandelte einen Elfmeter gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Michael Rensing zum 2:2-Endstand. Im Laufe der Hinrunde setzten sich die Hanseaten sogar für vier Spieltage an die Tabellenspitze und überwinterten auf dem vierten Platz. Auch im DFB-Pokal und in der Europa League qualifizierte sich der HSV für die Endrunde.
Nach einer nicht optimal verlaufenden Rückrunde musste der HSV am Ende um die Qualifikation für die Europa League bangen. Im entscheidenden Spiel am letzten Spieltag ging es gegen Frankfurt. In der Auswärtspartie sorgte Piotr in der 90. Minute für den 3:2-Siegtreffer und besiegelte damit den fünften Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Insgesamt stand Piotr bei 33 Bundesligaspielen auf dem Platz. Er erzielte dabei sechs Tore und leistete zu acht weiteren Treffern die Vorarbeit.
Im DFB-Pokal musste sich der HSV SV Werder Bremen beugen. Und auch international kam es im Halbfinale zum Duell zwischen den beiden Nordklubs, wobei wieder Bremen als Sieger hervorging. Zuvor konnte sich Piotr mit seinem Team gegen namhafte Gegner wie beispielsweise Manchester City durchsetzen.
Zur Saison 2009/2010 trat Bruno Labbadia die Nachfolge von Martin Jol als Trainer bei den Hamburgern an.
Piotr durchlief in seiner Jugend alle Nachwuchsmannschaften der deutschen Nationalmannschaft. Als Lohn für seine harte Arbeit berief ihn Bundestrainer Joachim Löw für das Länderspiel am 7. Oktober 2006 gegen Georgien erstmals ins Aufgebot der deutschen A-Nationalmannschaft. Beim 2:0-Sieg gegen die Georgier stand der Hamburger sogleich in der Startelf.
Bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz gehörte Piotr ebenfalls dem deutschen Kader an und wurde mit dem DFB-Team am Ende Vize-Europameister. Im WM- Qualifikationsspiel gegen Wales am 15. Oktober gelang Piotr sein erstes Länderspieltor. Mit einem sehenswerten Schuss aus rund 20 Metern sorgte er für den 1:0-Erfolg und bescherte der deutschen Mannschaft drei wichtige Punkte für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika 2010. Mittlerweile bestritt Piotr 28 Länderspiele und erzielte dabei zwei Treffer.
In der Bundesliga belegte der HSV in der Saison 2007/2008 den 4. Platz. Sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA-Cup scheiterten die Hanseaten im Viertelfinale. Bayer Leverkusen setzte sich im Pokal gegen Piotr und sein Team durch. Im UEFA-Cup ging es beim Rückspiel gegen den VfL Wolsburg in die Verlängerung. Am Ende unterlag der HSV 1:2.
In der Saison 2006/2007 kamen die Hamburger nicht aus den Startlöchern. Für die Elf von Thomas Doll gab es zu Beginn drei Unentschieden, denen eine Niederlage gegen Dortmund folgte. Zur Winterpause belegten die Hanseaten den vorletzten Tabellenplatz. In der Königsklasse scheiterten Piotr und sein Team in der Vorrunde. Der 3:2-Heimsieg gegen ZSKA Moskau blieb das einzige Erfolgserlebnis im internationalen Wettbewerb.
Zum Rückrundenstart gab es für den Traditionsclub zwei Unentschieden. Daraufhin wurde Thomas Doll entlassen und durch Huub Stevens ersetzt. Unter der Leitung des Holländers fanden Piotr & Co. schnell zur alten Stärke zurück, so dass der Abstieg an der Alster schon bald kein Thema mehr war. Hamburg schloss die Saison auf dem 7. Platz ab und konnte sich letztendlich über den UI-Cup sogar noch für das internationale Geschäft qualifizieren.
Nach 15 Pflichtspieleinsätzen für den deutschen Rekordmeister entschied er sich im Winter 2004/2005 für einen Wechsel zum Hamburger SV. Bereits im ersten Spiel, ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein dem FC Bayern München, stand er in der Startelf. Nach einem Tritt von seinem einstigen Mitspieler Torsten Frings musste er schon in der 14. Minute das Spielfeld verlassen. Die davongetragene Verletzung zwang ihn zu einer langen Pause, so dass er erst zum Saisonende in den Kader zurückkehren konnte.
In der Saison 2005/06 hatte Piotr die meisten Pflichtspieleinsätze aller HSV-Spieler und war dabei einer der dominierenden Akteure. In der Bundesliga gelangen ihm in 32 Einätzen fünf Treffer sowie fünf Torvorlagen. Auf Grund eines Teilabrisses in der Oberschenkelmuskulatur musste er im Sommer 2006 die Teilnahme an der U21-Europameisterschaft in Portugal absagen. Mit 68 Punkten belegte Piotr und sein Team nach 34. Spieltagen den 3. Tabellenplatz. Am Ende qulalifizierten sich die Hanseaten sogar noch für die Champions League.
Zur Saison 1999/2000 wechselte Piotr zum FC Bayern München und wohnte zunächst im Jugendheim des Vereins. Er durchlief sämtliche Juniorenmannschaften des deutschen Rekordmeisters und wurde 2001/02 bereits als 17-Jähriger in den Amateurkader berufen.
In der darauf folgenden Saison gab er sein Bundesligadebüt und durfte sich auch im DFB- Pokal beweisen. Im Dezember 2003 gelang ihm beim 0:6 in Freiburg sein erster Bundesligatreffer.
Im Alter von fünf Jahren kam Piotr nach Hamburg. Die Familie fand sich in Deutschland sehr schnell zurecht und wohnte fortan im Hamburger Viertel Billstedt.
Dort wurde er aufgrund seiner fußballerischen Fähigkeiten stets mit viel Respekt behandelt. Der 1,69 m große Nationalspieler lief in seiner Jugend für die SpVgg Billstedt Horn, Concordia Hamburg und den FC St. Pauli auf.